Beitragsanpassung für Beamte und Beamtinnen

Beitragsanpassung für Beamte und Beamtinnen

Zum 01. Juli 2021 gibt es eine Beitragsanpassung für Beamte und Beamtinnen, die Beitragshöhe für Nicht-Beihilfeberechtigte bleiben dagegen unverändert. Erfahren Sie hier, aus welchem Grund und in welcher Höhe die Beiträge angepasst werden.

Was sind Gründe für eine erneute Beitragsanpassung für Beamte und Beamtinnen?

Gestiegene Leistungsausgaben durch gesetzliche Pflegereformen

Die Erhöhung des Beitrags ist zum einen auf die Pflegereformen der Bundesregierung zurückzuführen. Dabei werden die Zahlungen sowohl für gesetzlich als auch für privat Versicherte angehoben. Diese Reformen bringen jedoch auch deutliche Vorteile und höhere Leistungsansprüche in der Pflegeversicherung mit sich. Beispielhafte Gesetze dafür sind das Pflegepersonalstärkungsgesetzes, das Gesundheitsversorgungs- und das Pflegeverbesserungsgesetz. Diese haben erhebliche Verbesserungen in dem Bereich der Pflege zur Folge. Allerdings gehen damit auch hohe Kosten einher, welche nun teilweise durch eine Anhebung der Tarifbeiträge ausgeglichen werden müssen. Da es sich um eine gesetzliche Regelung handelt, gilt die Beitragsanpassung für die komplette Branche und somit für alle privaten Krankenversicherungen. 

Niedrigzinspolitik

Auch die derzeitige Niedrigzinspolitik hat Auswirkungen auf die Höhe des monatlichen Beitrags für Privatversicherte. So ist die Anpassung teilweise auch auf die Senkung des Rechnungszinses zu Beginn des Jahres von 3,3 % auf 2,3 % und nun weiter auf 2,0 % zurückzuführen.  

Wer ist von der Beitragsanpassung betroffen?

Betroffen sind ausschließlich Tarife von Beamten und Beamtinnen, die privat versichert und beihilfeberechtigt sind. Grund dafür ist, dass eine Beitragsanpassung in der Regel erfolgt, sobald Leistungsabgaben um über 5 % von vorherigen Kalkulationen abweichen. Das Erreichen dieser Grenze kann bei Tarifen von Beihilfeberechtigten und Nicht-Beihilfeberechtigten zu verschiedenen Zeitpunkten erfolgen. 

Inwiefern ändern sich die Beiträge?

-Erhöhung für Beamte und Beamtinnen: maximal 13,40 Euro oder 59 %

-Erhöhung für deren beitragspflichtige Kinder (bis 18 Jahre): von 16,13 Euro auf 25,81 Euro 

Die Höchstbeiträge liegen dabei für Einzelpersonen bei 59,02 Euro und für Lebenspartner/innen bei 44,27 Euro. Ist ein Nachweis für eine Hilfebedürftigkeit gegeben, kann sich der maximale Betrag auf monatlich 36,89 Euro verringern. 

Weitere Informationen zur Beitragsanpassung für Privatversicherte finden Sie in unserem Ratgeber-Artikel: Beitragsanpassung 

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