Entlastungsbetrag private Krankenversicherung

Entlastungsbetrag – Recht, Gesetz, Internet. Laptop im Büro mit Begriff auf dem Monitor. Paragraf und Waage.

Was ist der Entlastungsbetrag?

Der Entlastungsbetrag in der privaten Krankenversicherung soll Pflegebedürftige und deren Angehörige in der häuslichen Pflege entlasten und kann für diverse Unterstützungsleistungen im Alltag verwendet werden. Unterstützungsleistungen im Alltag sind beispielsweise die Hilfe durch einen Alltagsbegleiter oder andere haushaltsnahe Dienstleistungen. Auch für pflegerische Betreuung im Zusammenhang mit der Tages-, Nacht- und Kurzzeitpflege kann der Entlastungsbetrag eingesetzt werden. 

Welche Voraussetzungen müssen für den Erhalt des Entlastungsbetrages erfüllt sein?

Voraussetzungen für den Erhalt des Entlastungsbetrags ist ein anerkannter Pflegegrad (mindestens Pflegegrad 1) und dass die zusätzlichen finanziellen Mittel so eingesetzt werden, dass sie zu einer Entlastung der Pflegeperson oder dessen Angehörigen beitragen. Des Weiteren müssen in Anspruch genommene Dienstleistungen von dem jeweiligen Landesrecht anerkannt sein.

Wie bekomme ich den Entlastungsbetrag?

Grundsätzlich steht der Entlastungsbetrag allen Pflegebedürftigen ab Pflegegrad 1 zu und darf monatlich in Anspruch genommen werden. Der maximale Entlastungsbetrag ist jedoch auf 125 Euro monatlich begrenzt. Da es sich bei dem Entlastungsbetrag nicht um eine pauschale Geldleistung handelt, gilt das Kostenerstattungsprinzip. Das bedeutet, dass auch hier Rechnungen erst eingereicht werden müssen, damit anschließend eine Erstattung bzw. Auszahlung erfolgen kann. Sollten Sie in einem Monat nicht die vollständigen 125 Euro zu Entlastung genutzt haben, kann auch ein Übertrag in den nächsten Monat erfolgen. Hier gelten jedoch festgelegte Fristen. Der Entlastungsbetrag kann zudem in Kombination mit Pflegesachleistungen umgewandelt werden. 

Hinweis: Sonderregeln Entlastungsbetrag Corona-Pandemie:
Nicht in Anspruch genommene Leistungsbeträge aus den Jahren 2019 und 2020 können aufgrund der Corona-Sonderregel bis zum 30.09.2021 übertragen werden.

Der Entlastungsbetrag kann für die folgenden Leistungen in Anspruch genommen werden:

  • Leistungen der Tages- und Nachtpflege
  • Leistungen der Kurzzeitpflege
  • Angebote zur Unterstützung im Alltag im Sinne des § 45a SGB XI

Was sind Angebote zur Unterstützung im Alltag nach § 45 a SGB XI?

Pflegebedürftige, die in ihrer häuslichen Umgebung bleiben möchten und noch in der Lage sind, den Alltag weitestgehend selbstständig zu bewältigen, können Angebote zur Unterstützung im Alltag in Anspruch nehmen. Je nach Landesrecht gibt es unterschiedliche Angebote zur Unterstützung im Alltag. Hier sollten Sie sich bei der zuständigen Landesbehörde informieren, welche Leistungen in Ihrem Bundesland anerkannt sind. Beispiele für derartige Angebote sind beispielsweise eine Hilfe im Haushalt, Hilfe beim Einkaufen oder auch der Spaziergang mit einer ehrenamtlich tätigen Person. Bei Bedarf auch eine Begleitung zu einem Arzttermin oder einem Behördenbesuch.

Kann ich für die Dienstleistung der KVA+ den Entlastungsbetrag bekommen?

Leider ist dies zum heutigen Zeitpunkt noch nicht möglich. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass unsere wertvolle Dienstleistung eine Anerkennung im Sinne des § 45 a SGB XI erhält. Leider sind auch wir hier an Rahmenbedingungen gebunden. Sobald unsere Dienstleistung nach dem jeweiligen Landesrecht anerkannt ist, informieren wir Sie umgehend darüber.

Kümmert sich die KVA+ um das Beantragen des Entlastungsbetrages?

Der Entlastungsbetrag kann nicht beantragt werden, da es sich um das Kostenerstattungsprinzip handelt. Das bedeutet, dass auch wir Rechnungen benötigen, um den Entlastungsbetrag für Sie anzufordern. Senden Sie uns zugehörige Rechnungen, kümmern wir uns natürlich auch um den Entlastungsbetrag.

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