PKV Kennzahlen

PKV Kennzahlen

PKV Kennzahlen ermöglichen es, private Krankenversicherungen miteinander zu vergleichen. Relevante Kennzahlen für einen PKV Vergleich sind die versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote, die Schadenquote und die Abschluss- und Verwaltungsquote. Was diese Quoten aussagen, haben wir Ihnen in unserem Beitrag PKV Kennzahlen zusammengefasst. 

PKV Schadenquote

Die Schadenquote stellt eine Komponente zur Ermittlung der versicherungsgeschäftlichen Ergebnisquote dar. Aus diesem Grund ist sie bereits als separate Zahl in den Geschäftsberichten der meisten privaten Krankenversicherungen aufgeführt und gilt als wichtiger Bestandteil für den betriebswirtschaftlichen Vergleich der Versicherungsunternehmen.

Definition:

Die Schadenquote gibt an, wie viel von den Einnahmen durch die Beiträge unmittelbar in Versicherungsleistungen und Alterungsrückstellungen fließen. 

Wie wird die Schadenquote berechnet?

Zur Berechnung der Schadenquote wird der Schadenaufwand durch die verdienten Brutto-Beiträge geteilt und dieses Ergebnis mit 100 multipliziert.
Der Schadenaufwand umfasst dabei nicht nur den Aufwand für gegenwärtige Erstattungsleistungen sondern auch für Zuführungen zu den Alterungsrückstellungen.

PKV Verwaltungskostenquote

Bei der Bewertung des Erfolges und der Leistung von Versicherungsunternehmen spielt neben der Schadenquote auch die Verwaltungskostenquote eine Rolle, da diese ebenfalls zur Berechnung der versicherungsgeschäftlichen Ergebnisquote benötigt wird.

Die Verwaltungskostenquote eignet sich daher als Kennzahl, um aufzuzeigen, wie kostengünstig ein PKV-Anbieter seine Dienstleistungen erbringt.

Definition:

Die Verwaltungskostenquote gibt an, wie viel von den Beitragseinnahmen für die Verwaltung der Versicherungsverträge aufgewendet wird.

Wie wird die Verwaltungsquote berechnet?

Die Ermittlung der Verwaltungskostenquote erfolgt, indem der Aufwand für die Verwaltung durch die verdienten Brutto-Beiträge geteilt wird und dieses Ergebnis mit 100 multipliziert wird. 

PKV Abschlusskostenquote

Die Quote der Abschlussaufwendungen, stellt neben der Schadenquote und der Verwaltungskostenquote, die letzte Komponente zur Berechnung der versicherungsgeschäftlichen Ergebnisquote dar.

Definition:

Die Abschlusskostenquote gibt an, wie viel der Brutto-Beiträge das Versicherungsunternehmen für den Vertragsabschluss aufwendet. 

Wie wird die Abschlusskostenquote berechnet?

Zur Ermittlung dieser Kennzahl werden die Abschlussaufwendungen durch die verdienten Brutto-Beiträge dividiert. Um auch diese Quote als Prozentzahl zu erhalten, wird auch hier das Ergebnis mit 100 multipliziert. 

Versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote

Die versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote ist eine vom PKV-Verband erarbeitete Kennzahl, die zur Beurteilung von Erfolg und Leistung von Versicherungen herangezogen werden kann.

Als Aufwand werden dabei einerseits sämtliche Schäden, d.h. Ausgaben für Versicherungsleistungen betrachtet. Diese werden mittels der Schadenquote in der Kennzahl berücksichtigt. Andererseits werden auch die Kosten, die das Versicherungsunternehmen zu tragen hat, als Aufwand betrachtet. Diese werden über die Abschlusskosten- und Verwaltungskostenquote berücksichtigt.
Insgesamt ermöglicht die Ergebnisquote so eine zusammengefasste Betrachtung der Schaden-Kosten-Situation des Versicherers und ist daher als Kennzahl für den fundierten Vergleich von Versicherungen als Wirtschaftsunternehmen geeignet.
Aus der versicherungsgeschäftlichen Ergebnisquote kann so unter anderem abgelesen werden, ob die Beitragssumme und die rechnungsmäßige Verzinsung ausgereicht hat, um alle Aufwendungen zu decken.

Wenngleich die Ergebnisquote einen Anhaltspunkt für die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens liefert, sollte die Entscheidung für oder gegen eine Versicherung selbstverständlich nicht ausschließlich anhand der versicherungsgeschäftlichen Ergebnisquote getroffen werden. Primär sollten die direkten Leistungen und Beiträge einer Versicherung ausschlaggebend für die Entscheidung sein, die Ergebnisquote sollte eher als zusätzliche Unterstützung bei der Auswahl beachtet werden.

Definition:

Die versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote gibt den prozentualen Anteil der Brutto-Beiträge an, der nach Abzug aller Aufwendungen übrig bleibt.

Wie wird die versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote berechnet?

Die Berechnung der versicherungeschäftlichen Ergebnisquote erfolgt indem die Schaden-, Abschluss und Verwaltungskostenquote als „versicherungsgeschäftliches Ergebnis“ zusammengefasst und durch die verdienten Brutto-Beiträge geteilt werden. Auch dieses Ergebnis wird mit 100 multipliziert.

Für alle diejenigen, bei denen rechnen nicht zu den bevorzugten Aufgaben zählen, gibt es gute Nachrichten: Die mathematische Berechnung der Ergebnisquote ist für den wirtschaftlichen Vergleich der Versicherungen miteinander in der Regel nicht notwendig. Dies geht auf die Tatsache zurück, dass die Ergebnisquote von (fast) allen privaten Krankenversicherungen im Geschäftsbericht bereits als Prozentzahl aufgeführt wird. Häufig sind an dieser Stelle im Bericht auch die übrigen Quoten sowie weitere Kennzahlen nach dem Kennzahlenkatalog der privaten Krankenversicherungen vorzufinden.

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