Unterstützung für pflegende Angehörige in der Corona Pandemie

Unterstützung für pflegende Angehörige in der Corona Pandemie⎜KVA+

Angehörige von pflegebedürftigen Menschen stehen generell unter hohem Druck und tragen eine große Verantwortung. Die Corona-Pandemie hat die Belastung für diese Menschen noch weiter verstärkt bzw. akuten Pflegebedarf in vorher nicht betroffenen Familien hervorgerufen. Aus diesem Grund brachte die Bundesregierung im letzten Jahr Akuthilfen zur Unterstützung von pflegenden Angehörigen für die Zeit der Pandemie auf den Weg. 

An wen richten sich die Hilfen?

Die Hilfe ist vor allem für Menschen gedacht, die sowohl erwerbstätig sind als auch für die Pflege und Versorgung eines pflegebedürftigen Angehörigen verantwortlich sind. Die Akuthilfen dienen der besseren Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. 

Welche Unterstützung für pflegende Angehörige wird angeboten?

Flexibilität bei der Inanspruchnahme von Pflegezeit und Familienpflegezeit:

Innerhalb der Akuthilfen wird pflegenden Angehörigen die Möglichkeit einer mehrmaligen Inanspruchnahme von Pflegezeit geboten. Zudem genügt es, die Familienpflegezeit bis zu 10 Tage vor deren Beginn bei dem Arbeitgeber in schriftlicher Form anzukündigen. Freistellungen müssen in einem solchen Fall weiterhin nicht im unmittelbaren Anschluss genommen werden. Außerdem ist es möglich, innerhalb der Familienpflegezeit in dem Zeitraum eines Monats weniger als 15 Wochenstunden zu arbeiten. 

Erhöhter Anspruch auf Pflegeunterstützungsgeld:

Erwerbstätige haben durch das Hilfspaket Anspruch auf den Erhalt von Pflegeunterstützungsgeld bis zu 20 Arbeitstagen. Dieses dient als Ausgleich für entgangene Lohnzahlungen, sofern eine akute Pflegesituation aufgrund der Corona-Pandemie vorliegt. Pflegeunterstützungsgeld kann auch in solchen Fällen beantragt werden, in denen Beschäftigte aufgrund eines Engpasses kurzfristig in der Pflege einspringen müssen.

Bewilligung kurzfristiger Arbeitsverhinderung:

Durch einen möglichen Engpass in der Pflege durch die Corona-Pandemie ist es Angehörigen gestattet, bis zu 20 Tage ihrer Arbeit zum Zweck der Pflege eines Pflegebedürftigen fernzubleiben.

Zinslose Darlehen zur finanziellen Förderung:

Zum Zweck der finanziellen Entlastung innerhalb der Pflegezeit oder der Familienpflegezeit können betroffene zinslose Darlehen beim Bundesamt für zivilgesellschaftliche Aufgaben beantragen. Auch Erleichterungen bei der Rückzahlung können genutzt werden.

Wie lange werden die Hilfen voraussichtlich noch abrufbar sein?

Gemäß eines Bundesgesetzblattes von Ende März konnten die Akuthilfen vorerst bis zum 30.06.2021 verlängert werden. 

Weitere Informationen zu den grundlegenden Ansprüchen pflegender Angehöriger und Möglichkeiten der ambulanten Pflege finden Sie in unserem Ratgeber-Artikel: Ambulante Pflege

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